de:bug #45, march 2001 Herr Knottel das ist wie nicht anders zu erwarten ein Bär. Bären kann man eigentlich gar nicht remixen, also stellt sich die Platte vor eine schier unlösbare Aufgabe, die sie aber dank Multipara, Geiom, Artificial Duck Flavour, Arovane, Frederik Schikowski, Biochip C. und Herrn Thaddi Herrmann vorzüglich erledigt, in 7 vielseitigen spannenden, gar nicht so kleinkinderplinkerplonkermässigen Tracks, denn Bären, so die zweite Lektion die wir hier lernen, sind nicht nur für Kinder. Multipara knuffelt sich einen elektronischen Breakbeatbär zwischen die nachtleuchtenden Schlafzimmerhimmelsterne, Geiom ein zerbrechlich dunkel flüsterndes Wesen dem man zwar tags nicht nachts begegnen möchte, nachts aber um so mehr. Artificial Duck Flavour nähern sich dem Problem mit eingefleischt süßlichem Knispern (mit Ramen fängt man Bären, und mit denen kann man dann auch tanzen gehen), und Arovane beschließt die A-Seite mit einem Bär allein zuhaus mit Glockenuhr auf wohlig warmem Gruselparkett. So dann kommt Schikowski, und das hält doch kein Bär aus, so funky panoramabunt-newwavig ist das. Weshalb also Biochip den Bären in eventuell überproportionale Eurogewänder kleidet, die er schnell wieder abwirft um mit Thaddi eine Runde kuscheln zu gehen und erst mal was richtiges zu essen. Bär rules. 4-5/5 ----Bleed
groove #69, apr./mai 2001 'Knottel' soll ein Hit auf einer mir unbekannten Zorn-EP auf dem Lux Nigra-Label sein. Das muss wohl stimmen, wenn der breite Comic-Bär mit den Elefantenbeinen auf dem Cover so seelig grinst und mit Multipara, Geiom, Artificial Duck Flavour, Arovane, Frederik Schikowski, Biochip C. und Thaddi gleich sieben Musiker (eigentlich sogar acht: ein Skanfrom-Remix ging verloren) den Track remixen. Und dabei zu persönlichen Standard- bis Höchstleistungen in den Disziplinen Poptronics, Dubtronics, Watscheltronics, Electrotronics, Funkytronics, Sphärotronics oder Kryptoshuffletronics auflaufen. ----Frank Geber
urb #84, may 2001 Most EPs containing six remixes of one track are bloodless and dull. Not so with the latest release from Berlin's exemplary Lux Nigra imprint. The original track is so thoroughly reworked that one ends up with a batch of new tracks. Artificial Duck Flavour lend a crackling electro element to the proceedings, but the real action lies in Biochip C.'s bloodletting treatment, which tears a path through the original in fine style. ----Tim Haslett
wellbuilt (online, disappeared) mai 2001 Wo soll ich beginnen? Diese Zeilen sind zu kurz um wirklich ins Detail zu gehen, aber dann wills eh schon jeder gehört haben. >Lux nigra< ist also ein Technolabel, dessen Crew gerne schnell und experimentell an die Sachen herangeht. Das ist sozusagen eine Seite des Labels. Auf der anderen scheint man hier wirklich bemüht gewesen zu sein, die gesamte Creme de la Creme der Neuen Deutschen Elektronik auf einen Remix einzuladen. Wäre nicht auch ein Remix von >geiom< drauf, wäre es auch fast so.
Das Beste zuerst. Track 2 von >geiom< alleine ist schon ausreichend Kaufgrund. Als ob seine zahlreichen Releases der letzten Zeit nicht ausreichten, hat er Zeit gefunden um einen Remix beizusteuern. Andacht beschleicht uns beim Hören solch schöner Musik. Fantastische, atmende Atmosphären, >high intelligent< sequenzierte Hihat-klänge. Unglaublich. Coole Rhythmik, ästhetisch und elegant. Hm, die anderen Remixes sind auch nicht übel, gleich der 1. Track rast ab und fährt dahin, die Tracks sind recht unterschiedlich, sehr schön, wie gesagt. Mal sehen, wer hier noch auf der Creditliste steht. >Arovane<, >Artificialduckflavour<, auch >Frederik Schikowski< ist mit an Bord, und noch viele andere. Überraschungstip! ---- ernstl
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