de:bug #28, oct. 1999 Endlich rollen die Schikowski Platten an. Und was für welche. Mein kleines Pony ist sozusagen Frederiks Popprojekt, wobei der Typ ja eh immer Pop macht, aber hier steht es auch klanglich einfach ganz groß auf dem Zettel. Einzig aufgenommen mit einem Yamaha-Keyboard, pfeffert uns Herr Schikowski Elektronikpop entgegen wie ihn früher einfach niemand gemacht hat. Dass sowas geht, wusste ich bislang auch noch nicht. Zehn ungeheuer funkige Tracks, vollgestopft mit dermaßen brillianten Melodien, dass man gar nicht anders kann als als Spacehopper durch die Gegend zu bouncen, einzig und allein darauf bedacht, dass die Lautstärke immer im oberen Drittel liegt. Kickt, schiebt, drückt, macht gute Laune und bollert ohne Ende. Die Tracks klingen irgendwie nach meiner alten Lieblingssendung '1, 2 oder 3', Pacmannostalgie, Dolomiti von Langnese (natürlich die alte Version) und Gimmicks von YPS. Es gibt einfach im Moment nichts besseres, um einen zum Lachen zu bringen. Und das alles auf einer 10". Mmmmmmmmm. 5/5 Thaddi
de:bug reviews list, nov. 6, 1999 Frederik Schikowski der vor kurzem von Köln nach Berlin gezogen ist hätte seine Platte, wäre sie auf Rephlex erschienen, sicherlich "Lofi Exstasy" genannt, und sie wäre auf dem Index der glücklichsten Platten des Jahrtausends gelandet. So werfen wir, wie beim dramatischen Ende eines falschverstandenen Collegefilms alle zerrissenen Schulbücher in die Höhe, und herab regnet ewige Gerechtigkeit, und das Glück im letzten Moment alles so hinbekommen zu haben wie es immer schon sein sollte. Mein kleines Pony, komplett auf einem Yamaha Portasound Pss-680 produziert, also superpappig, ist das total egal, weil egal und es wirbelt sich durch seine Bleepkaskaden, Killermelodien und Plockerbeats wie die besten der frühen Breakbeatplatten, und ist ein Meilenstein der Infantilisierung der Welt, die ihr, der Platte, das nicht mal übelnimmt, sondern, so scheints, nur dafür extra einen nicht zu unterschätzenden Platz bereitgehalten hat. Stell dir eine Serie im Fernsehen vor die funkiger als Flipper ist, einen Soundtrack einer Generation die softer als Tempo, eine Hymne die hipper ist als Antihipster per se Hanni und Nanni und dann stell dir vor das klänge nicht nur alles in der Erinnerung so gut, sondern auch tatsächlich, und dann ist Mein Kleines Pony immer noch weit vorne. Flexifluffis der Emulationnation ab in die Charts bitte. Parallele Universalmusik. 5/5 ----Bleed
groove #61, dec. 1999 / jan. 2k "Mein kleines Pony", eine 10"-Mini-LP mit allerliebstem Artwork, spult charmant ca. 17 Jahre zurück. Die Instrumental-Synthie-Pop-Stücke klingen so, als hätten Depeche Mode vergessen, sie auf eines ihrer ersten beiden Alben zwischenzuschieben. Prächtige Hits allesamt, aufgenommen einzig und allein mit einem Yamaha Portasound PSS-680. Und zwar jetzt, denn Anfang der 80er war der Ex-Kölner, jetzt Wahl-Berliner Frederik Schikowski gerade erst eingeschult. Kein Mensch weiß, woher er all diese ohrwurmhaften Melodien geraubt hat, auf jeden Fall rockt das jede Party und veredelt jede Lounge. ----Hauke Schlichting
bizarre #29, feb. 2000 Quirky, twee and childlike electronica conjuring up confused images of a happiness which doesn't exist beyond the age of five. Perfect melodies which make you happy, built on the sounds of the 1980s, or rather the hardware of that era. It's a false fairyland surely, but you will want in all the same. Mini-Pop. ----Mark Blacklock
angbase #5, spring 2000 Within a glossy sleeve featuring a bunch of pink ponies hides a hugely charming set of naive retro synth pop without an ounce of cynicism. Which is why I first found it a bit sinister. But it's not, really. Apparently the work of one Frederik Schikowski and a Yamaha PSS-680, this plays like Game Boy melodies at a fidelity no higher than Depeche Mode's debut. The first two tracks are tops- unstoppable melodies over relentlessly bouncy pogo beats. Is it a conceptual tribute to the spirit of the early 80s? I don't know- this EP isn't about art it really is about just melody and chirpy tunes to hum along to in the tub- what's wrong with that?----Carlos Pozo
auf abwegen #29, summer 2000 this review continues from here. Völlig anders klingt die 10" Mein kleines Pony eines gewissen Frederik Schikowski. Hier plunkern die Mikromelodien in bunten Farben herum. Sie klingen nach den Spielzeugmelodien eines Harald Sack Ziegler, vielleicht mit einer Spur mehr Nostalgie im Gepäck. Schon allein das niedliche Cover der Platte verweist hier auf Geschmacksbereiche, die auch Freunden von Felix Kubin oder Reznicek zusagen dürften. ----Zipo this review continues here.
rreell version 3.0, february 2001 prolog:
ohh. wie suess. mein kleines pony. ich habe nie ein haustier besessen. aber ein schaukelpferd. ist ja auch so eine art kleines pony. aber man kann darauf nicht wirklich reiten, nur schaukeln. geritten habe ich auch nie so wirklich. nur einmal so etwas. da war ein kleiner wanderzirkus bei uns im ort. es wurde nach freiwilligen gefragt. alle kinder meldeten sich. ich wurde genommen. ich durfte auf ein kleines pony...
hauptteil:
die 10track-ep ist schoen, so schoen wie ein kleines pony. wunderschoen. nie wirklich neu. eher alt und bekannt. aber nicht alt im negativen sinne. eher so wie ein lieblingskuscheltier, was ein kind immer wieder haben will, auch wenn es, rein rational gesehen, schon lange langweilig sein muesste.
epilog:
also die 18dm fuer die 10" lohnen sich. es werden dir zwar alle keyboarder sagen "das haette ich dir auch spielen koennen", aber sie haben es nicht gemacht. und sie werden es auch nie machen. deshalb brauchst du die platte. kriegen kannst du sie nicht ueberall, aber auf jeden fall bei formic und bei hardwax.
5 sterne. ----d:heis
mcity online, 2001 Fans des petites mélodies pouet-pouet de jeux de vieilles consoles, de game boy ou de génériques de dessins animés des 70's et 80's, offrez-vous l'album Mein Kleines Pony (Mon petit poney) de Frederik Schikowski sur le label berlinois Lux Nigra. Cet opus est uniquement conçu avec un Yamaha PSS-680, un vieux clavier de supermarché pour enfant. Quels farceurs ces Allemands! Il faut oser faire un album pareil, il n'y a pas plus kitsch! Jean Michel Jarre en version low fi pour gosses. Proche de Yellow Magic Orchestra et des formations techno pop des 80's, ce projet de pop spatiale simpliste est drôle et conviendra aux fétichistes des sons rétro analogiques. ----Walter Scassolini
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